01Festpreis oder Stundenlohn: was passt besser?
Beide Wege führen zum selben Umzug, sie verteilen nur das Risiko anders. Beim Festpreis liegt der Betrag nach dem Aufmaß fest und ändert sich nicht mehr, auch wenn der Tag länger wird. Bei der Stundenabrechnung zahlen Sie genau die geleistete Zeit und tragen die Verzögerung selbst.
Als Erfahrungswert aus unserer Praxis, nicht als feste Regel: Bis etwa 25 Kubikmeter und wenn Sie selbst packen, ist die Stundenabrechnung meist günstiger. Ab drei Zimmern, bei viel Montage oder wenn der Termin an einer Wohnungsübergabe hängt, ist der Festpreis der ruhigere Weg. Wir rechnen Ihnen beides vor.
02Was steckt in einem Festpreis nach Aufmaß?
Der Festpreis wird nach dem Aufmaß gerechnet, nicht nach Telefonangaben. Wir gehen durch die Räume, zählen die Kubikmeter, sehen uns Treppenhaus und Zufahrt an und schreiben danach einen Betrag auf. Enthalten sind Wagen, Fahrer, Träger, Decken, Gurte und Folie sowie Abbau und Aufbau der Möbel.
Nicht enthalten sind Posten, die nicht jeder braucht: Haltverbot, Möbellift, Küche, Klavier, Packdienst. Sie stehen einzeln mit eigenem Betrag im Angebot, damit Sie streichen können, was Sie selbst übernehmen. Wie sich der Betrag bei einem ganzen Haus zusammensetzt, steht auf unserer Seite zu den Hausumzugskosten.
03Wie die Abrechnung nach Stunden läuft
Gezählt wird ab dem Eintreffen an der ersten Anschrift, nicht ab dem Verlassen des Hofes. Abgerechnet wird in Viertelstunden, aufgerundet wird nicht. Der Stundensatz ist an jedem Werktag derselbe, einen Aufschlag für einen bestimmten Wochentag gibt es bei uns nicht. Die Abnahme beginnt bei zwei Stunden.
Eine Kraft zum Tragen kostet ab 25 € je Stunde, mit Werkzeug für Auf- und Abbau ab 28 €. Der Transporter mit 12 m³ samt Fahrer liegt ab 44 € je Stunde, der Umzugswagen mit 21 m³ ab 46 € und mit zwei Trägern ab 48 €. Als grober Erfahrungswert: Eine Zweizimmerwohnung ohne Aufzug ist mit zwei Kräften an einem halben Tag geräumt.
04Wie viel spart Eigenleistung wirklich?
Selbst packen ist der größte Hebel. Der Packdienst kostet ab 25 € je Kraft und Stunde, und eine Vierzimmerwohnung beschäftigt zwei Kräfte gut einen Tag. Wer selbst packt, spart diesen Posten ganz, braucht dafür aber die Wochen davor und muss die Kartons am Morgen verschlossen haben.
Andere Eigenleistungen rechnen sich schlechter. Wer selbst mitträgt, verlängert den Tag oft, weil eingearbeitete Kräfte in einem Rhythmus laufen und der Wagen währenddessen wartet. Wer die Küche selbst abbaut, spart ab 249 €, riskiert aber Fronten und Arbeitsplatte. Rechnen Sie den möglichen Ersatz gegen die Ersparnis.
05Was kosten Kartons und die übrigen Posten?
Kartons können Sie mieten oder kaufen. Die Miete kostet 0,90 € je Stück und Woche, der Kauf 1,80 € je Stück. Gemietetes Material holen wir nach dem Umzug wieder ab, Sie müssen es nicht entsorgen. Kleiderkisten kosten 3,50 €, Möbeldecken 2,50 € je Stück und Woche.
Als Erfahrungswert rechnen wir mit dreißig bis vierzig Kartons je Person, bei vielen Büchern mehr. Bestellen Sie lieber ein paar zu viel. Ein halb gefüllter Karton verrutscht auf dem Wagen, und fehlende Kartons kosten am Packtag mehr Zeit, als zehn zusätzliche Kartons an Miete ausmachen.
- Packpapier im 10-Kilo-Paket für 14 €
- Noppenfolie mit 50 Metern für 19 €
- Stretchfolie mit 300 Metern für 12 €
- Haltverbot ab 59 € an einer Anschrift
- Möbellift bis zur vierten Etage ab 179 €
06So halten Sie den Preis vier Wochen stabil
Ein Angebot steigt selten, weil der Betrieb nachrechnet. Es steigt, weil am Umzugstag Dinge auftauchen, die beim Aufmaß nicht da waren: der Keller, den niemand erwähnt hat, die Waschmaschine ohne Transportsicherung, zwanzig Kartons mehr. Vier Wochen reichen aus, um das zu verhindern. Diese Reihenfolge hat sich bewährt.
Der erste Schritt wiegt am schwersten. Was Sie nicht mitnehmen, muss niemand tragen, verladen und wieder hochtragen. Jeder Kubikmeter weniger senkt entweder die Zeile in der Tafel oder die Zahl der Stunden. Was weg soll, räumen wir ab 39 € je Kubikmeter mit und übergeben besenrein.
- Vier Wochen vorher: aussortieren und entsorgen
- Drei Wochen vorher: Kartons bestellen, Keller packen
- Zwei Wochen vorher: Haltverbot mit uns besprechen
- Eine Woche vorher: Küche leeren, Waschmaschine sichern lassen
- Am Vortag: Wege freiräumen und Schlüssel bereitlegen
07Wie sich der Preis senken lässt, ohne dass der Umzug leidet
Sparen heißt nicht, Leistungen zu streichen, die am Umzugstag trotzdem gebraucht werden. Es heißt, den Aufwand vorher kleiner zu machen, damit weniger Zeit und weniger Ladefläche nötig sind. Vier Ansätze wirken zuverlässig und kosten Sie nichts. Einer, der oft empfohlen wird, wirkt dagegen nur auf dem Papier.
Der letzte Punkt kostet mehr, als er spart. Zwei Kräfte statt drei bedeuten nicht zwei Drittel des Preises, sondern eine deutlich längere Arbeitszeit, weil der Wagen zwischendurch steht. Beim Festpreis merken Sie das nicht, bei der Stundenabrechnung sofort. Fragen Sie beim Aufmaß nach der passenden Besetzung.
- Volumen senken, bevor das Angebot entsteht
- Selbst packen und rechtzeitig fertig sein
- Haltverbot einrichten und den Trageweg kürzen
- Wege in der Wohnung freiräumen
- Nicht sparen: zu wenige Träger buchen