01Wie viele Kartons ein Haushalt wirklich braucht
Die übliche Faustzahl liegt bei etwa zehn Kartons je Person und Zimmer, und sie ist fast immer zu niedrig. Bücher, Geschirr und Kleinkram füllen mehr Kisten als gedacht. Wir schätzen den Bedarf anhand der Regalmeter und der Küchenschränke, nicht anhand der Zimmerzahl. Die Stückzahl steht dann im Angebot.
Zu wenig Kartons kostet Zeit, zu viele kosten fast nichts. Weil Miete je Stück und Woche abgerechnet wird, ist ein Puffer von zehn bis zwanzig Kisten günstiger als eine Nachlieferung kurz vor dem Termin. Unbenutztes holen wir mit den leeren Kisten wieder ab. Bezahlt wird nur, was Sie tatsächlich benutzt haben. Zur Besichtigung kommen wir ohne Berechnung, und im Auftrag entstehen keine Anfahrtskosten.
02Was der Packdienst übernimmt und was er kostet
Der Packdienst wird nach Stunden und Kraft abgerechnet, ab 25 € je Stunde, Kartons und Papier laufen getrennt. Das lohnt sich dort, wo Verpacken langsam geht: Küche, Glasvitrine, Bücherwand. Wohnzimmer und Schlafzimmer packen die meisten Kunden selbst. Dort steht wenig Zerbrechliches, das die Arbeit langsam macht.
Sinnvoll ist eine klare Absprache, welche Räume wir übernehmen. Dann kommen genug Kräfte, das Material reicht, und Sie wissen vorher, wie viele Stunden im Angebot stehen. Nachträglich einen Raum dazuzunehmen geht, verschiebt aber den Zeitplan des Tages. Deshalb legen wir die Räume schon im Angebot fest.
- Geschirr, Gläser und Porzellan einzeln in Papier
- Bücher in kleine Kartons, nicht in große
- Kleidung auf Bügeln in Kleiderkisten
- Bilder und Spiegel in Noppenfolie, hochkant geladen
- Elektronik mit Kabeln beisammen und beschriftet
03Wie Sie beschriften, damit nichts zweimal getragen wird
Ein Karton ohne Beschriftung landet im Flur und wird später noch einmal angefasst. Bei fünfzig Kisten sind das über hundert zusätzliche Handgriffe. Schreiben Sie deshalb nicht auf, was drin ist, sondern wohin es soll. Das Zielzimmer interessiert jeden, der trägt. Der Inhalt dagegen interessiert nur Sie.
Bewährt hat sich ein kurzes Schema, das auch Fremde sofort lesen können. Wir bringen Marker mit und kleben an der neuen Anschrift die Raumnamen an die Türen. Dann findet jede Kiste ihren Platz, ohne dass jemand nachfragen muss. Das spart an einem vollen Umzugstag viele Wege.
- Zielzimmer groß auf zwei Seiten, nicht auf den Deckel
- Zerbrechliches zusätzlich oben kennzeichnen
- Nummer vergeben und in einer Liste festhalten
- Kisten für den ersten Abend deutlich markieren
- Raumnamen an der neuen Anschrift an die Türen kleben
04Was zuerst gepackt wird und was zuletzt
Packen Sie in der Reihenfolge, in der Sie die Dinge entbehren können. Keller, Dachboden und Vorratsschränke vertragen mehrere Wochen Vorlauf, ebenso Bücher und Deko. Erst in den letzten Tagen kommen Kleidung, Küche und Bad an die Reihe. Alles davor ist zu diesem Zeitpunkt verpackt und beschriftet.
Der Rest passt in eine einzige Kiste für den ersten Abend, und das ist der wichtigste Karton des Umzugs. Hinein gehört alles, was Sie abends brauchen, ohne suchen zu wollen. Sie fährt im eigenen Auto mit und nicht im Wagen. So steht sie abends garantiert an der richtigen Stelle.
05Welche Stücke besondere Verpackung brauchen
Manches übersteht den Transport nur mit der richtigen Hülle. Möbeldecken schützen Kanten und Furnier, Stretchfolie hält Schubladen geschlossen, Noppenfolie gehört um alles Flache und Empfindliche. Decken zur Miete kosten 2,50 € je Stück und Woche. Wir bringen das Material mit und rechnen es nach Verbrauch ab.
Für Pflanzen, Lampen und Elektronik gilt eine eigene Regel: Sie fahren zuletzt auf den Wagen und zuerst herunter. Wollen Sie diese Stücke selbst fahren, sagen Sie es beim Aufmaß, dann planen wir das Volumen kleiner und Sie sparen an der Ladung. Sagen Sie es früh, nicht erst am Umzugstag.