01Warum ein Haus anders gerechnet wird als eine Wohnung
Bei einer Wohnung liegt fast alles hinter einer Tür. Bei einem Haus verteilt sich der Haushalt auf Ebenen, die man beim Überschlagen gern vergisst. Drei Viertel des Volumens stehen in den Wohnräumen, das letzte Viertel unten, oben und im Nebengebäude. Wer nur die Wohnfläche nennt, liegt schnell dreißig Kubikmeter zu niedrig.
Deshalb gibt es für Häuser eine eigene Staffel nach Bauform statt nach Zimmerzahl. Keller, Dachboden, Garage, Schuppen und Gartenhaus sind darin schon eingerechnet. Was beim Aufmaß sichtbar war, wird am Umzugstag nicht aufgeschlagen, auch dann nicht, wenn der Keller voller ist als erwartet. Das ist der Sinn eines Festpreises.
02Was in Keller, Dachboden und Garage übersehen wird
Nebenräume füllen sich über Jahre, ohne dass jemand hinsieht. Beim Aufmaß öffnen wir sie deshalb alle, auch die, von denen Sie sagen, dort stehe nichts. Sechs Gruppen machen fast immer den Unterschied, und sie brauchen verschiedene Behandlung. Wir notieren sie einzeln, damit später niemand raten muss.
Manches wird nur getragen, manches muss zerlegt werden, und einiges darf aus Sicherheitsgründen gar nicht mitfahren. Diese Trennung treffen wir vor dem Umzugstag, damit am Morgen niemand vor einer Gasflasche steht und überlegt, wohin damit. Im Angebot steht dann, was mitfährt und was am Ort bleibt.
- Werkzeug, Werkbank und Regale der Werkstatt
- Farben, Lösemittel und Gasflaschen, die bleiben müssen
- Reifen, Fahrräder, Anhänger und Dachträger
- Gartengeräte, Rasenmäher, Leitern, Schubkarre
- Eingelagerte Möbel vom letzten Umzug
- Vorräte und Gläser, die einzeln verpackt werden
03Wie wir die Nebenräume beim Aufmaß erfassen
Das Aufmaß im Haus dauert länger als in einer Wohnung, meist eine knappe Stunde. Wir gehen von unten nach oben durch, schätzen je Raum das Volumen, notieren Treppenbreiten und prüfen, ob Großstücke überhaupt aus dem Keller herauskommen. Was knapp wird, messen wir mit dem Zollstock nach.
Zur Besichtigung fahren wir kostenlos, und die Anfahrt am Umzugstag stellen wir Ihnen ebenfalls nicht in Rechnung. Aus der Runde entsteht eine Liste, die Sie schriftlich bekommen. Was Sie bis zum Termin selbst loswerden, streichen wir daraus, und das Volumen sinkt. Was stehen bleibt, ist verbindlich eingerechnet.
- Rundgang durch alle Wohnräume, Volumen je Etage
- Keller und Dachboden öffnen, auch verschlossene Abteile
- Garage, Schuppen und Gartenhaus einzeln aufnehmen
- Treppenbreiten, Türmaße und Zugänge messen
- Gefahrgut und Sperriges vorab kennzeichnen
04Was aus dem Garten mitkommt und was besser nicht
Gartenhaus, Hochbeet, Fasssauna und Gerätehaus sind Bauteile, keine Möbel. Geschraubte Verbindungen bekommen wir auseinander und andernorts wieder zusammen, genagelte oder verleimte oft nicht ohne Schaden. Was sich lohnt, sagen wir Ihnen beim Aufmaß. So zahlen Sie nicht für den Abbau eines Teils, das den Transport nicht übersteht.
Für alles, was zurückbleiben soll, gibt es zwei Wege. Entweder es bleibt für den Nachmieter stehen, oder wir räumen es mit, ab 39 € je Kubikmeter, und übergeben besenrein. Beides gehört vorher entschieden, denn beides verändert die Ladung und damit die Zahl der nötigen Wagen.
05Was Sie im Haus vor dem Umzugstag vorbereiten
Beginnen Sie unten und oben, nicht in der Küche. Keller und Dachboden kosten die meiste Zeit, weil dort selten etwas verpackt ist. Regale, die Sie selbst leeren, können unsere Kräfte direkt zerlegen, statt sie erst Fach für Fach auszuräumen. Jede Kiste, die vorher zu ist, spart am Umzugstag Handgriffe.
Sorgen Sie außerdem für einen freien Weg. Eine enge Treppe und eine Tür mit Schwelle lassen sich nicht ändern, der Flur schon: leer geräumt, ohne Teppich, mit einer Stelle für Decken und Gurte. Das spart bei einem vollen Haushalt über eine Stunde. Auch die Haustür sollte offen bleiben können.