01Warum vier Träger und nicht zwei?
Ein Klavier verteilt sein Gewicht nicht gleichmäßig. Der schwerste Teil ist der gusseiserne Rahmen mit dem Saitenbezug, und der sitzt oben. Deshalb kippt das Instrument leichter, als sein Kasten vermuten lässt. Vier Träger halten es an vier Punkten; auf der Treppe stehen immer zwei unterhalb des Instruments.
Auf ebener Strecke rollt das Klavier auf einem Rollbrett, damit niemand unnötig trägt. Gurte laufen um den Korpus und über die Schultern, nicht um die Beine und nicht über die Klaviatur. Die Rollen am Instrument bleiben unbenutzt: Sie sind zum Verschieben im Raum gedacht, nicht für Schwellen.
02Was wir vor dem Anheben abnehmen und abpolstern
Beim Flügel wird das Instrument auf die Seite gelegt, deshalb kommen Beine, Pedallyra und Notenpult ab, bevor es auf den Flügelwagen geht. Die Seitenwand, auf der er liegt, bekommt eine gepolsterte Auflage. Beim Klavier bleibt der Korpus zusammen; hier schützen wir Deckel, Klaviatur und die Kanten.
Alle Schrauben und Kleinteile kommen in einen Beutel, der am Instrument bleibt. Decken werden gegurtet, nicht geklebt, denn Klebeband hinterlässt auf lackiertem Holz Spuren. Steht das Instrument an der Zielanschrift, bauen wir alles wieder an und richten es aus, bis es sicher und waagerecht steht.
- Beine und Pedallyra beim Flügel abnehmen
- Deckel schließen und gegen Öffnen sichern
- Kanten und Ecken mit Filz und Decken schützen
- Gurte um den Korpus, nicht über die Klaviatur
03Wie kommt das Instrument über die Treppe?
Wir brauchen vorher drei Angaben: Etage, Zahl der Stufen und die Form des Treppenhauses. Eine gerade Treppe ist unproblematisch, ein enges Podest mit Wendelung nicht. Entscheidend sind die freie Breite an der schmalsten Stelle und die Höhe unter dem Zwischenpodest, denn dort steht das Instrument schräg.
Passt es nicht, kommt der Möbellift ab 179 Euro und holt das Instrument über die Fassade bis zur vierten Etage. Dafür muss ein Fenster breit genug sein und der Lift unten sicher stehen. Bei schweren Flügeln entscheiden wir das vorab anhand von Fotos, nicht vor Ort.
- Bauart: Klavier, Stutzflügel oder Flügel
- Höhe und Breite des Instruments
- Etage an beiden Anschriften
- Zahl der Stufen und Form der Treppe
04Nach dem Transport muss das Instrument gestimmt werden
Ein Klavier verstimmt sich durch Erschütterung und vor allem durch den Wechsel von Temperatur und Luftfeuchte. Lassen Sie es einige Wochen stehen, bevor gestimmt wird, damit sich Holz und Saitenspannung an den Raum gewöhnen. Vorher zu stimmen bringt wenig, weil die Stimmung danach wieder wandert.
Das Stimmen selbst übernehmen wir nicht, dafür kommt ein Klavierstimmer. Wir transportieren, tragen und stellen auf. Suchen Sie den Platz so, dass das Instrument nicht direkt an der Außenwand, nicht über einem Heizkörper und nicht in der Zugluft eines Fensters steht; das hält die Stimmung länger.
05Was kostet der Transport und was kommt dazu?
Der Posten für Klavier oder Flügel liegt bei 189 Euro und enthält Rollbrett, Gurtwerk und vier Träger. Fährt das Instrument bei einem kompletten Umzug mit, steht es als eigene Zeile neben dem Festpreis für den Haushalt. Als Einzelfahrt kommt die Zeit für An- und Abfahrt hinzu.
Teurer wird es vor allem durch den Weg: viele Stufen, ein Podest, an dem mehrfach abgesetzt werden muss, oder der Möbellift. Auch eine Halteverbotszone ab 59 Euro je Anschrift lohnt hier besonders, weil ein Instrument nicht 40 Meter weit über den Gehweg gerollt werden sollte.